Die Primarschule Felben-Wellhausen hat das Schulgebäude saniert sowie einen Kindergartenneubau erstellt. Dieser wurde im Herbst 2025 zusammen mit umfassend neugestalteten Aussenanlagen fertiggestellt. Bereits im Frühjahr 2026 präsentiert sich das Areal in voller Pracht – die neu gesetzten Pflanzen sind gut angewachsen und verleihen der Umgebung ein lebendiges, naturnahes Erscheinungsbild.
Im Zuge des Projekts wurde in diesem Teil des Schulgeländes die gesamte Umgebung überarbeitet und an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Entstanden sind ein grosser Allwetterplatz und ein kleiner Minipitch für vielseitige Bewegungsmöglichkeiten, wie etwa Basketball, Volleyball oder freies Spiel. Ergänzend entstanden eine Weitsprung- und Hochsprunganlage sowie neue, klar geführte Wegeverbindungen.
Der bewusst abgetrennte Kindergartenbereich wurde als individuell gestaltete Spiellandschaft aus Robinienholz konzipiert und bietet mit Vogelnestschaukeln, Rutschen, Balancier‑ und Klettergeräten, Trampolinen, Sandspielbereichen und modellierten Erdhügeln vielfältige Spielanreize. Naturnahe Strukturen sind ergänzt durch eine grosszügige Spielwiese.
Auch der Eingangsbereich wurde neugestaltet. Der befestigte Platz mit Bauminseln und Sitzgelegenheiten dient heute als zentraler Ankunfts- und Begegnungsort für Kinder, Eltern und Lehrpersonen und schafft eine klare und freundliche Eingangssituation.
Ein besonderes Augenmerk galt der naturnahen Gestaltung der Aussenanlagen. Grosszügige Grünflächen, Sträucher, Wildhecken sowie Hochstämme und mehrstämmige Bäume sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität und schaffen natürliche Abgrenzungen. So ist eine vielseitige Umgebung entstanden, die Bewegung, Spiel und Begegnung ideal miteinander verbindet.
©Copyright aller Bilder:
Fässler Freiraumplanung AG, 9500 Wil
Was ist Freiraumgestaltung – und warum ist sie so wichtig?
Freiraumgestaltung beschreibt die bewusste Planung und Gestaltung von Außenräumen – vom Innenhof bis zum öffentlichen Platz. Dabei geht es nicht nur um Ästhetik, sondern auch um:
- Funktionalität: Wie wird der Raum genutzt – Aufenthalt, Begegnung, Rückzug?
- Identität: Passt die Gestaltung zum Ort, zur Zielgruppe?
- Nachhaltigkeit: Sind Materialien langlebig, pflegeleicht und ökologisch sinnvoll?
- Barrierefreiheit & Inklusion: Können alle den Raum nutzen?
Gerade in Zeiten, in denen Work-Life-Blending, Urban Gardening und Aufenthaltsqualität zentrale Rollen spielen, ist durchdachte Freiraumgestaltung ein echter Wettbewerbsvorteil.
Welche Arten der Freiraumgestaltung gibt es?
Nach Nutzung oder Funktion
Öffentliche Freiräume (Parks, Stadtplätze, Fussgängerzonen, Promenaden – für alle zugänglich)
Private Freiräume (Hausgärten, Innenhöfe, Dachterrassen)
Halböffentliche Freiräume (Schulhöfe, Krankenhausgärten, Firmengelände, Wohnanlagen)
Verkehrsbezogene Freiräume (Strassenbegleitgrün, Kreisverkehre, Rastplätze)
Freizeit- und Erholungsräume (Spielplätze, Sportanlagen, Grillplätze, Liegewiesen)
Gewerbliche Freiräume (Aussengestaltung von Büros, Einkaufszentren, Industrieanlagen)
Nach Lage (Städtisch oder ländlich)
Urbane Freiraumgestaltung (Plätze, Grünflächen, Dachgärten, urbane Parks
Ländliche Freiraumgestaltung (Dorfplätze, Landschaftsparks, naturnahe Wegeführungen)
Suburbane Freiräume (Siedlungsgrün, Spielstrassen, Nachbarschaftsgärten)
Nach gestalterischem Ansatz
Funktionale Gestaltung (Nutzungsorientiert, barrierefrei, sicher)
Ästhetische Gestaltung (Betonung von Form, Farbe, Materialien, Kunst im öffentlichen Raum)
Ökologische Gestaltung (Regenwassermanagement, Biodiversität, Klimaanpassung)
Partizipative Gestaltung (Mit Bürgerbeteiligung (z. B. bei Quartiersplätzen oder Spielplätzen))
Nach Zielgruppen
Kinder und Jugendliche (Spielplätze, Bolzplätze, Skateparks)
Senioren (Generationenplätze, Bewegungsparcours, Ruhezonen)
Menschen mit Behinderungen (Barrierefreie Freiräume, taktile Leitsysteme)
Familien / Gemeinschaften (Nachbarschaftsgärten, Mehrgenerationenplätze)
Nach Massstabsebene
Gebäudeumfeld (Wohnumfeldgestaltung, Innenhöfe)
Einzelobjekte (Pavillons, Sitzgelegenheiten, Brunnenanlagen)
Kreative Tipps für wirkungsvolle Freiraumgestaltung
Tipp1: Raum für Begegnung schaffen
Begegnungszonen wie Sitzgruppen, offene Plätze oder kleine Bühnen fördern Austausch und stärken Gemeinschaft – ideal für Unternehmen, Schulen oder Städte.
Tipp2: Leitsysteme & Orientierung clever kombinieren
Individuelle übersichtliche Leitsysteme und Infotafeln schaffen Identität und helfen bei der Orientierung – besonders auf Campus-Arealen oder in Parks.
Tipp3: Licht als Gestaltungselement nutzen
Beleuchtung schafft Sicherheit, Atmosphäre und Fokus. Smarte Lichtkonzepte können Bereiche betonen und Emotionen erzeugen – auch mit energieeffizienter LED-Technik.
Tipp4: Grüne Inseln als Rückzugsorte einbauen
Statt klassischer Rasenflächen: Schaffe Mikro-Oasen mit Hochbeeten, Schattenplätzen oder vertikalen Gärten – ökologisch, visuell spannend und förderlich für die Aufenthaltsqualität.
Fazit:
Suchen Sie einen kompetenten und kreativen Partner für Ihre barrierefreie Freiraumgestaltung?
Unsere Kenntnisse machen Lebensräume wahr.